Vor Jahrmillionen verliess der Mensch das Meer. Jeder macht mal Fehler
Marsa Alam 2010
neue Ziele werden entdeckt
10.09.2010 - 24.09.2010
Nach einer kurzen Nacht geht es endlich los. Das Ziel ist Ägypten, die Region Marsa Alam, die Unterkunft Red Sea Diving Safari. Nach langem überlegen haben wir uns für RSDS entschieden. Uns schien das Angebot Unterkunft, Essen sowie tauchen das beste zu sein. Gezögert haben wir noch bei der Größe der Anlage. Da wir bisher nur kleine gemütliche und Familiäre Anlagen ausgesucht hatten, viel uns die Entscheidung nicht einfach.
Gebucht haben wir dann letztendlich über Sam-Reisen. Eine wirklich gute Entscheidung. Wir kennen Sam Reisen ja schon von unseren Safari Touren, die wir dort immer buchen.
Eine Entscheidung viel uns nicht sehr leicht, der Flug. Ursprünglich sollten wir mit Condor Fliegen, jedoch aufgrund unseres Zögerns, gab es auf einmal keinen Flug mehr mit Condor. Mal abgesehen das die Flüge dieses Jahr echt teurer geworden sind, wurden auch die Kapazitäten gestrichen. Uns blieb leider nichts anderes Übrig als mit Koral Blue zu Fliegen. Eine neue Ägyptische Airline.
Na gut, mehr als Fliegen geht auch dort nicht. Wir wagen es also. Einschecken sowie der Flug klappen ohne Probleme. Bis auf das es schon nach der hälfte der Flugzeit kein Wasser mehr an Bord war, und das Essen nicht gerade das leckerste war, kann ich nichts negatives berichten.
In Marsa Alam wurden wir vom Red Sea Diving Safari abgeholt und in 25 Minuten waren wir in der Anlage Marsa Shagra. Das Camp oder die Anlage liegt ungefähr 10 km vor Marsa Alam. Es ist eine weitläufige Großzügige extra für Taucher konzipierte Anlage. Hier dreht sich alles um das Tauchen, alles andere hier ist Nebensache. Nachdem wir den Papierkram erledigt hatten, ging es auf unseren Chalet.
Vorher gab es aber noch zu unserem Erstaunen Thermosflaschen für gekühltes Wasser. Da die Ausgabe an Plastikwasserflaschen auf null reduziert werden soll, haben sich die Eigentümer des RSDS dazu aus ÖKO-Gründen dazu entschlossen, wie ich finde eine nachzuahmende sinnvolle Sache.
Wir bekamen das Chalet Nr. 26. Es liegt ziemlich in der Mitte der Anlage, die Wege sind aber noch gut zu bewältigen. Angeboten wurde die Anlage mit Voll-Pension,das heisst, 3 Mahlzeiten + Kuchen, sowie Kaffe, Tee, Cola, Sprite oder Wasser waren ebenfalls inclusive. Einzig Bier oder Wein, sowie Espresso musste extra bezahlt werden. Also überschaubare Kosten.
Zum tauchen haben wir 10 Tage No Limit gebucht. Aus Tauchen am Hausriff incl. tägl. 2 Ausfahrten konnten wir wählen. Es gab genug Möglichkeiten. Einzig für Ausfahrten zum Elphinstone, sowie Abu Dabab und zwei drei andere Tauchplätze wurden etwas extra berechnet.
Tauchen konnten wir von 6:00 Uhr - 21:00 Uhr ununterbrochen. Man nahm sich die Flasche und ab ans Hausriff, Nord-Süd, egal, das Zodiak brachte uns da hin wo wir tauchen wollten. Hier war und ist selbstständiges tauchen angesagt. Orientierung und Sicherheit für das tauchen sollte man mitbringen. Hier gibt es keine festen Tauchzeiten, und keinen der sagt wo es lang geht. Man entscheidet einfach selbst was man möchte. Das Riff ist in Nord und Süd aufgeteilt, sehr gut bewachsen und mit einem sehr schönem Fischbestand ausgestattet, den ich selten so in Ägypten gesehen habe.
Die Anzüge sowie alles andere können in den dafür extra gebauten Diving Shade gehangen, bzw. eingeschlossen werden. Es gibt für jeden Gast ( jedenfalls fast ) einen abschließbares Fach, wo alles andere eingelagert werden kann. Ausreichend Spülmöglichkeiten für das Equipment sind ebenfalls vorhanden, auch 4 Duschen für das Abspülen der eigenen Haut fehlen nicht, und taten sehr gut nach den Tauchgängen.
Zum tauchen genügt es sich an einem Schreibbord einzutragen. Starzeit, Tauchplatz, sowie die Namen und die Tauchdauer wurden notiert, und schon konnte es losgehen.
Langeweile kam bei den Tauchplätzen nicht auf, von Fischschwärmen über Delphine und Haie sowie Putzerstationen mit Krabben und Krebsen fanden wir alles vor. Die Wassertemperatur lag dieses Jahr mit 28° - 29° sehr hoch. Unsere Erwartungen wurden was das tauchen anbelangt voll erfüllt. Tauchen wann, und wo man wollte, genau das was wir mögen.
Einziger Wermutstropfen ist die Anzahl der Taucher die dort in der Anlage vorhanden waren. Man sollte in Spitzenzeiten schon mit bis 150 Taucher in der Anlage rechnen, und sein Tauchprofil anpassen, damit man nicht in den Typischen Trott anderer Taucher verfällt. Wir hatten uns darauf eingestellt, und entkamen den tauchenden Massen ohne Probleme.
Die Verpflegung bestand in erster Linie aus einem Buffet welches morgens, Mittags und Abends gereicht wurde. Es gab eigentlich alles, außer Schweinefleisch, was aber Verständlich ist. Alles andere bedarf es einer neuen Seite um es Aufzuzählen. Frische Ware, die den Gaumen der meisten Europäern angepasst war gab es in ausreichenden Mengen. Von Salat über Nudeln, Fisch, Fleisch und Suppen sowie einem fantastischem Nachspeise Buffet incl. Obst war alles vorhanden. Man konnte sich bedienen so oft es einem danach war. Die Kellner waren beim Abräumen so schnell, wie wir es in Ägypten noch nicht erlebt haben. Getränke wurden von den Kellnern umgehend gereicht, Bier und Wein schrieb man auf einer Quittung an, so das diese Getränke auf das Zimmer geschrieben wurden. Auch hier waren wir mehr als Zufrieden.
Da wir über Sam-Reisen das Chalet gebucht hatten, können wir nicht viel zu den anderen Unterkünften schreiben. Unser Chalet war sauber, gross und bot alles was man als Taucher braucht. Es gab zwar kein Fernsehen, jedoch benötigen wir es im Urlaub eh nicht. Dusche und die Toilette funktionierten ohne Tadel, also auch hier nichts zu meckern. Die Klimaanlage lief leise und ohne Probleme.
Direkt an unserem Chalet stand ein Wasserspender um seine Thermosflasche zu füllen, die Spender standen übrigens auf der ganzen Anlage verteilt, so das für Wasser nie ein grosser Weg zu gehen war. Nach dem Tauchen saßen wir oft noch an der Taucherbar und genossen noch einen Kaffee oder Tee. Dort gab es auch noch so kleine Sachen, die man gerne mal Nascht. Twix, Mars und Snickers sowie andere kleinere Leckerein und ein paar Souvenirs wurden dort ebenfalls angeboten, und auf das Zimmer geschrieben. ( Kaffee, Tee oder Cola und Sprite usw. waren natürlich auch hier vor free ). Hier ließ sich der Sonnenuntergang übrigens hervorragend genießen.

Nach 14 sehr schönen Tagen traten wir die Heimreise an, alles ohne Probleme, Flug sowie Heimreise ohne Zwischenfälle.

Fazit :
Marsa Shagra ist eine durchdachte Anlage die auf erfahrene Taucher zugeschnitten wurde. Selten fanden wir Anfänger, die nicht wussten was sie machen sollten. Hier sind selbstständige Taucher gewünscht und auch meistens überwiegend vorhanden. Wer ohne Guide tauchen möchte ist hier richtig. Das Riff ist in einem sehr gutem Zustand, was bei den Mengen an Tauchern nicht selbstverständlich ist. Es mag aber wohl auch daran liegen, das es überwiegend Erfahrene Taucher sind die hier ins Rote Meer steigen.
Wir werden wiederkommen, da es uns sehr gut gefallen hat, und die Anlage von Tauchern für Taucher gemacht wurde.

Anke & Manfred Ebert